Chorfahrt 2020

Ende Januar 2020 machte sich der Chor des Evangelischen Seminars auf den Weg nach Burg Wildenstein bei Beuron. In der beeindruckenden Atmosphäre der mittelalterlichen Burg arbeitete das Ensemble mit dem Seminarmusiklehrer Herrn Liermann und mit der Hilfe unseres ehemaligen Jahrespraktikanten Herrn Schäfer an einem bunt gemischten A-Cappella-Programm bestehend aus geistlicher Chormusik, Volksliedern und Pop. Begleitet wurde die Fahrt zudem von Frau Morgenstern und Herrn Kleis, die den Chor auch singend unterstützten.

Das Ergebnis der Probenfahrt wird im Rahmen des Seminarkonzerts am 22.03.20 zu hören sein.


Weihnachtsmärchen in Straßburg

Am Samstag, den 14. Dezember 2019 fand mit den Französischklassen des Seminars eine eintägige Exkursion auf den Straßburger Weihnachtsmarkt statt. Straßburg wird von den Franzosen liebevoll als « la capitale de Noël» bezeichnet. Mit einem Punsch, Crêpe oder einem elsässichen Flammkuchen haben die Schüler*innen die Kathedrale und zahlreichen Stände bestaunen können.


Das Licht und die Dunkelheit – Lichtkunst im Kloster

Am 1. Adventswochenende gestaltete der Blaubeurer Künstler Michael Willfort zusammen mit unserer Kunstlehrerin Isabel Fuchs sowie Seminaristinnen (Klasse 12) Lichtkunst, die direkt auf die Mauern des Klosters projiziert wurde. Hunderte Besucher kamen, um die Bilder und Farben zu sehen, die von 14 Projektoren an die Wände geworfen und von Sebastian Pfahler (Klasse 11) musikalisch mit atmosphärischen Klängen untermalt wurden.


1. Blaubeurer Kulturnacht

Am 28.09.19 fand in Blaubeuren zum ersten mal eine Kulturnacht statt – von 18 bis 23 Uhr konnten die Besucher an vielen Spielorten in ganz Blaubeuren Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Theatervorführungen besuchen. Auch das Seminar beteiligte sich mit verschiedenen Aktionen an der Kulturnacht: Im Kapitelsaal stellten Schülerinnen und Schüler Gedichte und Gemälde zum Thema "Freiheit" aus, die im Rahmen der Projektwoche im Juli entstanden waren. Die Theater-AG hatte zwei Gedichte in Szene gesetzt und die Kunstlehrerin Isabel Fuchs malte im Kreuzgang – begleitet von Live-Musik unserer Semis – Bilder zum Thema "Blautopf unter Wasser".

Fotos: Eva Menner


Frank V, Theater 2018

"Halunken mit Stil" - Großes Lob für die Theateraufführung

EVA MENNER

Blaubeuren Auch die häufigen Szenenwechsel in Dürrenmatts Stück waren angesichts der räumlich beengten Verhältnisse im Dorment des Klosters eine Herausforderung. Aber wie fast schon gewohnt meisterten die jungen Schauspieler alle Schwierigkeiten.

In der „Komödie einer Privatbank“ geht es um die kriminelle Machenschaften in der von Frank, dem Fünften( Konrad Lohse) und seiner Ehefrau Ottilie (Johanna Kunzi) geführten Bank. Die Geschäfte laufen schlechter als früher, deshalb wollen sie die Bank liquidieren. Personalchef Richard Egli (Anna Aggelákos) ist ein williger Untergebener, der gehorsam die Befehle ausführt und dafür sorgt, dass niemand aus der Reihe tanzt. Schließlich bringt er sogar seine Geliebte Frieda Fürst (Sarah Grund), die der Bank als Prostituierte dient, um.

Mit Kunden werden betrügerische Geschäfte gemacht, die Mitarbeiter wie Prokurist Böckmann (Reik Schlitter) und Neuling Päuli Neukomm (Maximiliane Körber) beklauen die Bank, um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Ihren beiden schon erwachsenen Kindern gaukeln Frank und Ottilie ein braves Leben vor und wähnen sie deshalb in Unwissenheit über ihre verbrecherischen Geschäfte. Das erweist sich allerdings als fataler Irrtum. Sohn Herbert (Johann Krafft) übernimmt mithilfe eines erpresserischen Coups schließlich die Bank und Tochter Franziska (Lea Pommer) den Job der Frieda. In einer der letzten Szenen spielen sich Frank und seine Frau vor, dass sie vom Treiben der Kinder nicht wissen.

Als habe Dürrenmatt viel spätere Ereignisse wie Finanzblase und Bankenskandal vorausgeahnt, fleht Ottilie in dem Stück den Staatspräsidenten an, sie zu bestrafen und die Bank zu schließen. Stattdessen bekommt sie einen Scheck überreicht. Am Ende sieht man den degradierten Egli den Boden fegen, der aber versichert, er werde garantiert wieder an die Spitze zurückkehren – ein Symbol für die Macht des Kapitals.

Erstaunlich souverän agierten die Schüler auf der Bühne, bewegten sich präzise in einer durchdachten Choreografie und sangen die leicht schrägen Lieder mit vielsagenden Titeln wie „Halunken mit Stil sind rar“, „Was wir schieben und raffen“ oder „In Oxford wurde ich erzogen“.

Genial wieder einmal das Bühnenbild, das die verschiedenen Schauplätze deutlich machte. Die Requisiten auf der Bühne waren sehr genau durchdacht, sodass die Szenenwechsel schnell vonstatten gingen. Großes Lob für die Schüler, zum Teil Abiturienten, die es sich trotz Prüfungsstress nicht nehmen ließen, auf der Bühne zu stehen.