Das war der Kick 2019!

Das war der Kick 2019

Gestern um 12:00Uhr war Abpfiff! Die Spieler haben inzwischen wieder etwas Schlaf nachgeholt, wobei der Muskelkater aktuell noch ziemlich akut sein müsste. Der Kick 2019 ist vorbei, rund um das Plätzle ist alles abgebaut. Zeit für ein kleines Résumé.

Am Samstag führte unser Radfahrer Bernd den Anstoß des 23. 24-Stunden-Kick aus und machte sich dann selbst auf die Strecke, um mit möglichst vielen Kilometern Spenden einzuradeln.

Die ersten Stunden war der Kick äußerst ausgeglichen, je nach Besetzung auf dem Platz war mal die einen, dann wieder die andere Mannschaft am Drücker. Kein Team konnte sich richtig absetzen und so richtig viele Tore wollten nicht fallen. Durch viele Torwartprämien auf beiden Seiten und vor allem durch die Mindestbeiträge der Paten, wurde schon bald ein Spendenstand von über 10.000€ erreicht. Albi konnte in dieser Zeit einen persönlichen Meilenstein erreichen: insgesamt 500 Tore beim Kick, herzlichen Glückwunsch!!

Auch Bernd kam gut voran und radelte die erste der gut 70 Kilometer langen Runden in unter drei Stunden und stand anschließend gut gelaunt und leicht angeschwitzt wieder am Plätzle.

Weiter gaben auch die Kicker alles, es wurde um jedes Tor gekämpft. Langsam konnte sich jedoch das Jugendwerk absetzen. Dann kam es in den Nachstunden knüppeldick fürs Seminar: Ein Spieler nach dem anderen musste sich zeitweise oder gar komplett abmelden, sodass die Last auf immer weniger Schultern (oder Beine?) verteilt werden musste. Die wacker weiter spielenden Semis bewiesen durchgehend Moral, mussten aber der hohen Belastung Tribut zollen.

Apropos Tribut zollen: Auch Radfahrer Bernd hatte zu kämpfen. Neben dem Brennen der Muskeln nach mehr als 350 Kilometern zur Nacht, vor allem auch mit dem Schlaf. Nach einer ungewollt langen Pause, machte er sich dennoch weiter auf den Weg und sammelte Spenden für den guten Zweck.

Gegen Ende des Kick`s kam wie jedes Jahr der Schwung zurück auf’s Plätzle. Nachdem die Dunkelheit gewichen war, die Spieler wieder richtig warm wurden und vor allem ein Ende in Sicht war, war jedem klar, dass das EJW in diesem Jahr als Sieger vom Feld gehen würde. Dennoch Hut ab vor den Semis, die weiterhin fleißig Tor und Torwartprämien sammelten. Mit Fabi Körner kommt auch der diesjährige Torschützenkönig mit 28 Toren aus den Reihen des Seminars. Bei den Torhütern zeigte Wolle mal wieder sein ganzes Können und konnte mit 26 mal 10 Minuten ohne Gegentor am öftesten eine Torwartprämie einkassieren.

Nun aber zu dem was wirklich zählt:

Insgesamt konnten die Spielerinnen und Spieler dank ihrer Paten eine Gesamtspendensumme von 21.982,16€ für die Projekte in Argentinien einspielen. Vielen Dank an alle Paten! Die besten Spendensammler kamen hierbei alle aus dem Jugendwerk, wobei Kick-Legende Albi mit über 2.600€ vor Sigi und Peter die höchste Einzelsumme einspielen konnte.

Zuletzt möchten wir noch einmal ein großes Dankeschön an Alle Beteiligten richten. Danke an Alle Kicker, welche sich wieder einmal für den guten Zweck gequält haben. Vielen Dank an alle helfenden Hände neben dem Platz, sei es das Serviceteam oder das RUST, seien es die Leute der Moderation oder die der Technik. Vielen Dank an die Jungs und Mädels vom BBQ und auch an die Helfer vom EJW für das leckere Essen und die erfrischenden Getränke. Danke für die Kuchenspenden und vielen Dank an das Jugendwerk für die Zelte und an das Seminar für die Gastfreundschaft im Klosterhof. Abschließend gilt unser Dank auch allen Sponsoren und Gönnern, die den 24-Stunden-Kick, in welcher Form auch immer, so kräftig unterstützt haben!

(Quelle: http://www.24-stunden-kick.de/2019/05/das-war-der-kick-2019/)


Utopie einer maschinengesteuerten Gesellschaft: Ein Semi schreibt über Philosophie

Was könnte eine künstliche Superintelligenz der Menschheit bringen? Könnte sie den Menschen vielleicht sogar besser regieren, als er es selbst kann? Diese Fragen versucht Jakob Zimmermann in seinem ersten Buch „Und das soll der Weg sein?“ zu beantworten.

„Der Manuela Kinzel Verlag hat das Buch in der Sparte Philosophie veröffentlicht. Ich bin mir nicht sicher, wo man das Buch einordnen kann“, sagt der 17-jährige Autor, der im Blaubeurer Seminar die 12. Klasse besucht. Ganz klar sei aber, dass er mit seinem Buch junge wie ältere Leute für die Philosophie begeistern will.

Deshalb beginnt die Erzählung auch mit sehr grundsätzlichen philosophischen Fragen. Die sechs jugendlichen Protagonisten diskutieren auf einem Wanderausflug buchstäblich über Gott und die Welt, während sie sich langsam einen Berg hinauf, Richtung Gipfel und Erkenntnisse, kämpfen.

Bergtouren sind für Zimmermann stark mit dem Philosophieren verbunden: „Beim Wandern hat man Zeit zum Denken. Es ist symbolisch: Man strebt nach oben.“ Die Personen der anderen Jugendlichen sind an Mitschüler Zimmermanns angelehnt und tragen auch deren Namen. Zimmermann selbst nimmt die Rolle des Ich-Erzählers ein. „Die Gespräche mit meinen Freunden abends im Internat haben mich inspiriert.“ Nicht alle Charaktere haben sich aber beim Lesen wiedererkannt, denn der junge Autor musste den Figuren meinungsstarke Rollen verpassen. „Im Grunde ist das ja auch eine Diskussion mit mir selbst“, sagt er.

Im zweiten Teil des Buchs entwerfen die sechs Jugendlichen dann eine maschinengesteuerte, utopische Weltordnung und besprechen Vorteile, Probleme und ethische Fragen wie: Wenn die Maschine unsere Meinung zu allem kennt und danach entscheidet, ist das dann absolute Demokratie oder gefährliche Überwachung?

Jakob Zimmermann selbst sieht die Chance zur Entwicklung einer superintelligenten Maschine, die den Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen hilft, ganz optimistisch. Wie andere Technik-Begeisterte auch gibt er sich überzeugt, dass sich selbst optimierende Computer in der Zukunft für jeden einzelnen und auch für ganze Staatsgebilde die richtigen Tipps und passenden technischen Hilfsmittel parat haben oder entwickeln, um eine bessere Welt zu schaffen. Computer-Maschinen könnten weltweit und ganz individuell Zusammenhänge begreifen und besser als Menschen managen, ist Zimmermann überzeugt.

In seinem „Dialog in Buchform“ stecken alle Gedanken, die ihm wichtig sind, sagt der Schüler. Er findet es anregend, über seine Thesen zu diskutieren – im Badhaus-Café etwa hat er das bereits praktiziert. In den Gesprächen über das Buch lerne er viel. Über ein mögliches weiteres Werk sagt er: „Wenn ich wieder eine gute Idee hab und das richtige Gefühl, ist es möglich, dass ein zweites Buch kommt. Momentan ist aber erstmal alles aufgeschrieben.“ Und dann steht ja auch in nicht so ferner Zukunft das Abitur an.

Das Blaumännle, 4. Januar 2019; Patrick Vetter / Thomas Spanhel