Fabian überzeugt - Semi gewinnt bei Jugend musiziert

Blaumännle
MUSIK / Erfolge beim Wettbewerb

Fabian überzeugt

Bietigheim-Bissingen Der 55. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“, getragen vom Deutschen Musikrat, fand vergangene Woche von Mittwoch, 14. März, bis Sonntag, 18. März, in Bietigheim-Bissingen statt. Parallel dazu fand auch der Wettbewerb für Schlagzeug-Ensemble am Samstag, 16. März, und Sonntag, 17. März, in Meckenbeuren statt, wie die Musikschule Blaubeuren-Laichingen-Schelklingen berichtet. „Jugend musiziert“ dient der Förderung des instrumentalen und vokalen Musizierens, aber natürlich auch dem Leistungsvergleich. Der Wettbewerb ist also Förderung und Forderung zugleich.

Aus dem Verbandsgebiet der Musikschule Blaubeuren-Laichingen-Schelklingen nahmen sechs junge Solisten in den Wertungen „Blasinstrument solo“ der Altersgruppen II, III, IV und V am Wettbewerb teil. Mit einer herausragenden Leistung überzeugte Fabian Körner auf der Tuba. In der Altersgruppe V erreichte er mit 25 Punkten die Höchstpunktzahl und qualifizierte sich für den Bundeswettbewerb vom 17. bis 24. Mai in Lübeck. Gute zweite Plätze holten: Amelie Gruber (Oboe), Nick Killius (Trompete), Marit Burkhardt (Waldhorn), Rebecca Scott (Saxophon) und Alessia Fadda (Waldhorn).


Das Seminar gewinnt beim 24-Stunden-Kick

Wochenblätter der SÜDWEST PRESSE, Ulm; Das Blaumännle, Nr.26; Freitag, den 29. Juni 2018
Seite Nr.12 Deep-Link-Referenznummer 16990145

Die Bitten des werdenden Vaters erhört

Rund 18 000 Euro Spenden wurden bei der 22. Auflage des 24-Stunden-Kicks in Blaubeuren eingespielt. Deutlich hat heuer mit 149:113 das evangelische Seminar gewonnen.

EVA MENNER

Blaubeuren Sonntags eine halbe Stunde vor dem Schlusspfiff um 12 Uhr geben die Spieler auf dem „Plätzle“ im Blaubeurer Klosterhof noch einmal alles und stürmen aufs Tor, als dauerte der Fußballmarathon nicht schon fast 24 Stunden. „The Final Countdown“ ertönt, dann der Abpfiff, Endstand 149 Tore für das Seminar, 113 für das evangelische Jugendwerk. Am Ende fallen sich die Teams in die Arme, klatschen sich ab und fühlen sich beim Klang von „We are the Champions“ wie die wahren Fußballhelden dieser Tage.

„Wird da noch woanders Fußball gespielt?“, fragt Marc Hermann ganz harmlos. Er ist angesichts seines für den Kick reifen Alters von 54 Jahren mit dem Kampfnamen Methusakick aufgelaufen. Ein Veteran des Kicks ist Albrecht Reuß, der die diesen Marathon mit ins Leben gerufen hat und seitdem noch kein Spiel versäumt hat. Auf der Seite des Seminars lag das Durchschnittsalter niedriger, spielten doch etliche Schüler mit. So auch der 16-jährige Fabian Körner, der sich bei seiner zweiten Kickteilnahme gleich als Torjäger entpuppte, 24 Tore zum Erfolg beitrug und damit das zweitbeste Ergebnis erzielte. „Am Anfang lief es noch nicht so gut, doch in der Nacht dafür umso besser“, meinte er. Torschützenkönig wurde Teamkollege Robert Sauter mit 29 Toren, bester Torschütze beim Jugendwerk war Reik Schlitter mit 20 Toren. Auf der ewigen Torjägerliste hat Christian Sigloch jetzt Albrecht Reuß überholt. Sigloch schoss sein 500. Tor beim Kick.

Seine Teilnahme war etwas unsicher, seine hochschwangere Frau hatte in den nächsten Tagen den Geburtstermin. Aber das Baby hielt sich an die flehentlichen Bitten des werdenden Vaters und kam nicht ausgerechnet während des Kicks zur Welt. Beste Torschützin war Thea Kannenberg (Seminar) mit sechs Toren. Torwartkönig wurde „Wolle“ Vulkan Ucar (Jugendwerk) mit 35 Prämien für je 10 Minuten ohne Gegentor.

Die 24 Stunden haben allerdings auch ihren Tribut gefordert, einige Spieler fielen wegen Muskelfaserrissen oder Bänderrissen aus. Das Rund-um-Service-Team (RUST) massierte müde Spielerbeine, sorgte für Kaffee und warme Brühe, organisierte Frühstück und leistete manchem Spieler moralischen Beistand. Nach dem Abpfiff ging es für die „Paten“ ans Zahlen, sie spendeten den Spieler eine Tor- oder Torwartprämie. Darunter waren Mitschüler, Lehrer, Bekannte, Verwandte und etliche Prominente. Dank der Paten sind etwa 18000 Euro zusammengekommen, mit 1900 Euro war Jonathan Glanz der beste Spendensammler. Die Erlöse kommen seit Beginn Projekten in Argentinien zugute. Unterstützt wurde in den letzten Jahren das Frauenprojekt „Kleine Tropfen mit ganzem Einsatz“ in einem Armenviertel der Stadt Bariloche. Frauen finden dort in einem Haus Zuflucht, für die Kinder gibt es einmal am Tag eine warme Mahlzeit, die Frauen können sich austauschen und erhalten Beratung. Es gibt einen Aufenthaltsraum, sanitäre Anlagen wurden installiert und ein neuer Backofen ermöglicht einen Straßenverkauf und dadurch ein bisschen finanzielle Sicherheit für die Frauen. Damit das Haus besser vor der Kälte und dem starken Wind, der in Patagonien bläst, geschützt wird, soll nun die Fassade verkleidet werden.


2. Platz beim Wettbewerb "Mode. Gestern - Heute - Morgen" der Initiative Handarbeit

Auf der Webseite der Initiative Handarbeit ist das Projekt zu finden.

Preisverleihung Schülerwettbewerb „Mode gestern-heute-morgen“

Die Initiative Handarbeit e.V. schreibt jährlich in Kooperation mit dem Fachverband …textil.. e.V. einen Schülerwettbewerb in einem der 16 Bundesländer aus. In diesem Schuljahr wurde der Schülerwettbewerb in Baden-Württemberg, unterstützt vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, mit dem Thema „Mode gestern-heute-morgen“ durchgeführt.

Im Rahmen des Wettbewerbs sollen die Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden mit textilen Materialien gestalterisch tätig zu werden und Freude am kreativen Tun zu finden. Bewertet werden die Originalität der Ideen, die Auswahl der Materialien und Farben sowie die technischen Fähig- und Fertigkeiten. Darüber hinaus soll das gemeinsame Tun, die Freude an der Beschäftigung mit textilen Materialien und die Wertschätzung alter Kulturtechniken sowie deren Transformation ins Jetzt und/oder das Entwickeln von Visionen für zukünftige Modeideen gefördert werden.

Die Gewinner des Wettbewerbs aus den unterschiedlichen Schularten wurden am 17.05.18 zur Schlussveranstaltung in die Musikhalle nach Ludwigsburg eingeladen. Auf dem Programm stand am Vormittag ein inspirativer Workshop, der von der diplomierten Textildesignerin Nanna Aspholm-Flik aus Stuttgart geleitet wurde. Die Gewinnerarbeiten und die während des Workshops entstandenen Werke wurden in einer Ausstellung in der Musikhalle präsentiert. Bei der Schlussveranstaltung des Wettbewerbs mit Preisverleihung am Nachmittag wurden die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen durch das Überreichen wertvoller Geld- und Sachpreise sowohl von Herr Eberhardt (Geschäftsführer der Initiative Handarbeit e.V.) als auch von Frau Prof. Dr. Rusch von der PH Karlsruhe (1. Bundesvorsitzende des Fachverbandes …textil..e.V.) geehrt. Beide lobten das große Engagement und die überdurchschnittliche Motivation der Teilnehmer. Die eingereichten Arbeiten zeigen, dass textile Kulturtechniken im schulischen Leben wertgeschätzt werden und bezeugen darüber hinaus, dass an Schulen die Möglichkeit für die Behandlung textiler Themen im Unterricht gegeben ist. Insbesondere die Verknüpfung des Themas „Mode“ mit der im neuen Bildungsplan verankerten Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wurde in den eingereichten Gewinnerobjekten widergespiegelt.
Zu den Gewinnern zählten neben ganzen Klassen auch selbständig arbeitende Schülergruppen sowie einzelne Schüler/innen, die Inspirationen aus dem Unterricht in ihrer Freizeit umsetzen.

Folgende Gewinner wurden geehrt:

In der Kategorie Sekundarstufe erhielt eine Schülergruppe des Evangelischen Montessori Schulhauses den dritten Preis mit ihrer Einreichung „ein Outfit für Maria Montessori“ mit dem Namen „Montessori 2.0 – immer noch und zukünftig im Trend“. Der Schüler Marc Lampert und die Schülerin Dorothee Lohse des Evangelischen Seminars Blaubeuren überzeugten mit einem aktualisierten Abendkleid aus dem Jahr 1953 und erreichten den zweiten Preis. Einen weiteren zweiten Preis erhielt die Schülerin Xenia Tschamber der Freien Waldorfschule Schopfheim mit ihrem roten Ballkleid aus Taft und Spitze. Der erste Preis ging an die Schülerin Ricarda Ockert von der Freien Waldorfschule Karlsruhe mit einer Eigenkreation im Coco Chanel-Stil, mit dem Namen „blackandwhite“. Der Beitrag „Mode der Zukunft“ auf Gliederpuppen von der Seyboldschule aus Metzingen mit Sonderpädagogischem Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) wurde sowohl mit einem weiteren ersten Preis als auch mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet (s. Foto 2). Herr Eberhardt und Frau Prof. Dr. Rusch betonten die Zukunftsorientierung dieser Arbeit und die sehr spannenden individuellen Ausarbeitungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Daher würdigten sie diese hervorragenden Ideen und Leistungen dieser Schülerarbeiten zusätzlich mit dem Gesamtpreis des Schülerwettbewerbes -ein Nähcomputer gestiftet von der Firma Pfaff.

Umrahmt wurde die Schlussfeier durch das Ensemble „Latin Touch“ der Jugendmusikschule Ludwigsburg unter Leitung von Rudi Körner und einem Ballett – Solo von Anabelle Kachel (Ballett-Schülerin der Tanzpädagogin Karolina Buchta von der Kunstschule Labyrinth).


Erfolgreiche Teilnahme beim Lauterlauf 2018

In der Altersgruppe der Männer unter 20 Jahren erreichte Jakob Zweigle im Hauptlauf von 12,6 km den 1. Platz mit einer Zeit von 0:57:30,1 (die Abweichung zum Gesamtsieger der Männer beträgt nur +12:53,8). Konrad Lohse kam mit 1:02:53,4 auf den 2. Platz, Ansgar Hoffmann auf den 4. Platz mit 1:11:38,7.

Bei den Frauen unter 20 Jahren stand auch eine Seminaristin auf dem Siegertreppchen: Mareike Elbers lief die 12,6 km in 1:16:07,8.