Leben im Kloster
Die Einheit von Lernen und Leben und das durch die kleinere Schülerzahl mögliche familiäre Miteinander bringen es mit sich, dass Lernprozesse "natürlich" erlebt werden. Das Ziel ist, dem jungen Menschen vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten, also Anregungen und Hilfen zur Stärkung der intellektuellen, der seelischen und der moralischen Kräfte zu geben. Dies bedeutet "Bildung" im vollen Wortsinne.
Wer durch solche Herausforderungen seine Fähigkeiten und Grenzen, seine Stärken und Schwächen erfahren hat, ist auf die Herausforderungen des Erwachsenen- und Berufslebens vorbereitet - ganz gleich, in welchem Rahmen es sich abspielen wird. Nicht Spezialwissen hat die Schule zu vermitteln, sondern eine tragfähige Grundlage für Anforderungen verschiedenster Art. So ergreifen Seminaristen auch nach ihrer Schulzeit längst nicht mehr ausschließlich den Beruf des Pfarrers oder Lehrers; sie werden Ärzte und Journalisten, Betriebswirte, Musiker und Naturwissenschaftler. Überall kommt ihnen die umfassende humanistische Bildung, die Orientierung am christlichen Glauben und das in der Arbeits- und Lebensgemeinschaft mit Gleichaltrigen und Erwachsenen eingeübte Verantwortungsbewusstsein zugute.
Die Seminaristinnen und Seminaristen der Klassen 9 und 10 wohnen in Zwei- und Dreibettzimmern im Klostergebäude (Altbau), in dem der jeweilige Tageslehrer direkt bei den Schlaftrakten sein Übernachtungszimmer hat. Neben den Schlafzimmern gibt es im Dorment des Klosters Arbeitszimmer, Teeküchen und Aufenthaltsräume. Es gibt für die Schüler zudem einen direkten Zugang zu den Wohnungen der Lehrer und des Ephorus im "Professorenhaus".
Die Elftklässler wohnen in großen Zwei- und Dreibettzimmern im ehemaligen Forstamt im Klosterhof, in diesem Gebäude sind eine Pfarrwohnung mit direkter Verbindung zu den Seminaristen und eine Lehrerwohnung. Die Räume sind als Schlaf- und Arbeitsräume konzipiert.
Die letzte Klasse schließlich wohnt in Einzelzimmern im Neubau, einem 1975 neu errichteten Terrassenhaus, in dem sich auch die Mehrzahl der Unterrichtsräume und der Computerraum befinden. Die Wohnung des stellvertretenden Schulleiters ist Teil des Neubaus.
Diese Konzeption geht von aufsteigender Freiheit und Selbstverantwortung der Seminaristen aus.
Der Besitz und Betrieb von privaten Laptops und Computern ist für die Klassen 9 und 10 nicht gestattet, den Seminaristen stehen aber sowohl ein Computerraum mit 25 Plätzen sowie Schullaptops für die Unterrichtsräume zur Verfügung. Für die Klassen 11 und 12 ist es möglich sowohl eigene als auch die Schullaptops zu nutzen und sich über das Schulnetz, das über Filterfunktionen für unerwünschte Sites verfügt, ins Internet einzuwählen. Uns geht es darum einerseits gute Kompetenzen im Umgang mit Computern und modernen Medien zu vermitteln (wir sind Ausbildungsschule für Linux-Netzwerke) und andererseits unerwünschte Computerspiele und die Entstehung von Abhängigkeiten zu verhindern.



