Kreuzweg im Kreuzgang 2021 - "Alleine"

Das Joachim-Hahn-Gymnasium hat auch in diesem Jahr einen Kreuzweg im Kreuzgang gestaltet – diesmal unter dem Titel "Alleine".

Caroline Gengnagel – Saxophon | Jan und Lasse Luginsland – Kamera und Schnitt | Ralf Luginsland – Idee und Text

JHG 03/2021


Andacht aus dem Ev. Seminar am 28.03.21 – Palmsonntag

Unser Reli-Lehrer Silas Stock spricht über unsere "Semi-Pullis" und darüber, was diese mit Jesu Einzug in Jerusalem an Palmsonntag zu tun haben.


Verhaltenskodex zum Umgang mit Nähe und Distanz

Die in Zeiten der Corona-Distanz zu einem ersten Ergebnis gekommene Arbeit an unserem „Verhaltenskodex zum Umgang mit Nähe und Distanz“ ist geleitet vom Wissen um die Vielschichtigkeit und Komplexität des Themas und der Herausforderungen. 

Anderthalb Jahre sind vergangen, seit wir mit Frau Dr. Marlene Kowalski, Fachfrau und Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit dem Schwerpunkt Macht und Sexualität in Schule und Sozialer Arbeit an der Universität Kassel, einen gemeinsamen Fortbildungstag in Maulbronn und einen weiteren Pädagogischen Tag in Blaubeuren am Thema gearbeitet haben. Vielfältig sensibilisiert haben alle Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam weiterformuliert und diskutiert, wo der Schul- und Internatsalltag klar benannter Regeln bedarf. 

Die nächsten Schritte liegen nun vor uns: Nach dieser ersten vom Kollegium formulierten Fassung  – zur Arbeitsfassung vom 16.03.21 gelangen Sie über diesen Link – sollen sich in einem nächsten Schritt die einzelnen Klassen – in präsenten Gesprächsrunden  – mit dem Schutzkonzept beschäftigen. Die Parität, das Gremium, in dem Schüler*innen aller Klassenstufen und Lehrer*innen die wichtigsten Säulen des Internatslebens diskutieren und beraten, wird nach dieser breit angelegten Sensibilisierung und Bewusstmachung einen weiteren Schritt der Diskussion, Ergänzung, evtl. Umformulierung und Implementierung gehen. Abgeschlossen wird diese erste Runde mit der Einbeziehung der Elternschaft und der Beratung in der Schulkonferenz. 

Ab dann gilt: „Nach der Formulierung ist vor der Formulierung.“ Vor allem aber: Ein Präventionskonzept geht nicht in Worten auf. Respekt, Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Distanz und Nähe wollen und werden in vielen alltäglichen Situationen gelebt werden. 

Dr. Andrea Morgenstern, Pfarrerin am Evangelischen Seminar

Verhaltenskodex zum Umgang mit Nähe und Distanz | Arbeitsfassung vom 16.03.21 (link)

Ein Impuls unserer Erarbeitung war die folgende Beschreibung:

Prävention als Schutz vor Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung in Einrichtungen der Kirche und Diakonie bedeutet eine Haltung der Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Nächstenliebe und des Respekts. Diese Haltung ist begründet im christlichen Menschenbild. Sie ist Grundlage dafür, eine Kultur des Respekts, der Wertschätzung, der Achtung von Nähe und D i s t a n z und der Wahrung persönlicher Grenzen zu schaffen, zu bewahren und zu befördern. Präventionsarbeit kann sich deshalb nicht auf eine reine Wissensvermittlung beschränken, sondern greift tiefer. 

Eine wirksame Prävention ist kein Programm, sondern ein Prinzip.

Prävention von sexualisierter Gewalt ist ein Thema, das alle angeht und das nur gemeinsam zu erreichen ist. Die Grundlagen sollten deshalb von den Mitarbeitenden gemeinsam erarbeitet und von ihnen getragen werden und bedürfen immer wieder einer neuen Diskussion.

Arbeitsweisen und Regeln sind so zu formulieren, dass sie nach innen und außen transparent und diskutierbar sind. Bis Präventionsmaßnahmen fester Bestandteil des Arbeitsalltags sind, vergeht ein Zeitraum von mehreren Monaten bis zu einigen Jahren. Im Rahmen langfristig angelegter Organisationsentwicklungsprozesse müssen die umgesetzten Maßnahmen regelmäßig überprüft und weiter entwickelt werden.

("Auf Grenzen achten – sicheren Ort geben", Eine Broschüre der EKD unter https://www.ekd.de/Missbrauch-Grenzen-achten-Sicheren-Ort-geben-24571.htm) 

 


Andacht aus dem Ev. Seminar am 21.03.21

"Du siehst aus wie ich mich fühle!" – Unsere Pfarrerin Andrea Morgenstern spricht über verdorrte Hagebutten, zarte Moos-Blüten und darüber, was das mit uns zu tun hat.


Landeskirche klärt Missbrauchsserie in den 1950er und 1960er Jahren auf

Liebe Eltern,

die Seminare Maulbronn und Blaubeuren waren gestern und heute in Zeitungsschlagzeilen und Radiomeldungen vertreten. Die Südwestpresse schreibt unter der Überschrift „Hat Geld blind gemacht?“ Missbrauch Die evangelische Landeskirche lässt das Geschehen in ihren Elite-Gymnasien durchleuchten. Die Schwäbische Zeitung vermutet gar „Vertuschung“.

Im Text der SWP-Meldung ist dann davon die Rede, dass die evangelischen Landeskirche eine ausführliche Studie zu sexueller Gewalt in verschiedenen Einrichtungen – darunter auch den Seminaren – in Auftrag gegeben hat. Der geschilderte Fall eines Förderers von Jugendeinrichtungen, der sich „Knaben gefügig gemacht habe“, bezieht sich auf einen inzwischen lange verstorbenen Stuttgarter Industriellen, der in den fünfziger und frühen sechziger Jahren das damals verbindliche Vorbereitungstreffen für das Landexamen in der Einrichtung „Dulkhäusle“ betreut hat. Dabei kam es von ihm aus zu aus heutiger Sicht nicht hinnehmbaren Vorfällen gegenüber den Jungen – Mädchen wurden damals noch nicht aufgenommen. Beispielsweise wurden die Jungen, die eine lateinische Form nicht beherrschten, mit einem Rohrstock auf den nackten Po geschlagen oder sollten sich in eine Badewanne legen. Noch weitergehende Übergriffe sind mir nicht bekannt.

Nachdem Betroffene darüber im Mitteilungsheft des Fördervereins berichtet hatten, wurde eine externe Ansprechstelle für die Opfer eingerichtet. Im Anschluss hat der Seminarvorstand beschlossen, eine externe Studie über die Vorfälle in den Seminaren in Auftrag zu geben. Der Beginn dieser Studie wurde gestern von der Pressestelle der Landeskirche bekannt gegeben. Unter den betroffenen Einrichtungen befinden sich auch die Seminare, die über die Veröffentlichung nicht vorab informiert wurden.

Nach meiner Einschätzung haben wir uns als Seminar mit der Veröffentlichung im Fördervereinsheft und der Aufforderung an Betroffene, sich bei einer externen Stelle zu melden, absolut korrekt verhalten. Ich wüsste nicht, wie man es besser und transparenter machen könnte. Und auch die Beauftragung (und Finanzierung) einer groß angelegten externen Studie zeigt, dass Stuttgart nicht Köln ist. Die mir bekannten Vorfälle rechtfertigen die Zeile „Knaben zugeführt“ und gar Vorwürfe wegen Vertuschung in keiner Weise. Gut, wenn wir heute genau hinschauen. Und gut, wenn wir heute immer wieder an unserem Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt arbeiten.

Die ursprüngliche Pressemeldung der Landeskirche habe ich Ihnen zu Ihrer Information angehängt.

Ich grüße Sie aus Ihrem Seminar

Dr. Henning Pleitner, Ephorus

 

 

Pressemitteilung Landeskirche 17.03.2021 Landeskirche startet Missbrauchsstudie

Schwäbische Zeitung 18.03.2021 Landeskirche klärt Missbrauch auf

 

 

Neue Videos auf unserem YouTube-Kanal

Neben den Andachten, die unregelmäßig für die Semis, die noch zuhause sein müssen, auf YouTube erscheinen, produzieren wir auch immer wieder aktuelle Videos. Im Vorfeld des Tags der offenen Tür, der auch in diesem Jahr in digitaler Form stattfinden muss, sind in dieser Woche zwei neue Filme entstanden. Weitere YouTube-Videos finden Sie hier.


Andacht aus dem Ev. Seminar am 07.03.21

Unser Reli-Lehrer Silas Stock spricht über Online-Unterricht, "gemutete" Mikrofone und 1. Samuel 16,7.


Andacht aus dem Ev. Seminar am 07.02.21

Unser Pfarrerin Andrea Morgenstern spricht über die kleinen Fenster, durch die wir in diesen besonderen Zeiten miteinander in Kontakt bleiben können, und das Leben in Gemeinschaft, nach dem wir uns sehnen.


Andacht aus dem Ev. Seminar am 31.01.21

Unser Ephorus Henning Pleitner spricht über die Jahreslosung für 2021: Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lukas 6, 36)


Weihnachtsandacht aus dem Seminar 2020

Ein Weihnachtsgruß von unserem Ephorus Henning Pleitner, unserer Pfarrerin Andrea Morgenstern und unserem Religionslehrer Silas Stock – umrahmt vom Blechbläserensemble der Klassen 9 und 10.