Auch in diesem Jahr kann der Tag der offenen Tür leider nicht in gewohnter Weise stattfinden. Stattdessen wollen wir auf dieser Seite gesammelt einen Einblick in das Leben und Lernen am Evangelischen Seminar bieten.

Am 14.03.21 gab es die Möglichkeit, auf digitalem Weg ganz persönlich mit uns ins Gespräch zu kommen, Semis, Semi-Eltern, Lehrende und Mitarbeitende zu treffen, sie kennen zu lernen und offene Fragen ganz individuell zu klären.

Aber auch nach dem 14.03.21 ist unser Schulleiter Ephorus Dr. Henning Pleitner jederzeit für euch und Sie erreichbar und führt nach Absprache gern auch persönlich durch das Seminar.

ephorat@seminar-blaubeuren.de oder 07344/962610

Linda, 9. Klasse

Am Semi mag ich richtig gern die Atmosphäre und das Verhältnis zu den Lehrern. Dadurch, dass sie auch unser „Privatleben“ kennen, sind sie gute Ansprechpartner und der Unterricht gestaltet sich viel lockerer als an öffentlichen Schulen. Aber natürlich darf man auch das leckere Essen nicht vergessen, am besten gefällt den meisten der Geier, unser zweites Frühstück.

Emma, 10. Klasse

Sowohl das Schulische als auch das Leben im Internat ist am Semi was ganz Besonderes für mich: An der Schule finde ich gut, dass sich die Lehrer*innen mehr Zeit für einen selbst nehmen. Auch das Klima zwischen den Lehrer*innen ist viel angenehmer.

Am Internat gefällt mir sehr gut, dass immer irgendwo etwas los ist und einem nicht langweilig wird.
Man unterstützt sich gegenseitig.

Emmeline, 12. Klasse

Ich habe hier meine besten Freunde gefunden und in diesen vier Jahren mehr gelernt als man an einer anderen Schule jemals lernen könnte. Man lernt hier nicht nur im Unterricht dazu, sondern den ganzen Tag. Man lernt Selbstständigkeit und Verantwortung zu übernehmen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere.

Das Zusammenleben kann manchmal auch zu einer Herausforderung werden, eine an der man wachsen kann und die enger zusammenschweißt. Wegen der vielen Zeit, die man miteinander verbringt, muss man lernen sich mit anderen zu arrangieren und gemeinsam Kompromisse und Lösungen zu finden. Dadurch habe ich an Menschen, mit denen ich an einer anderen Schule wahrscheinlich kaum Zeit verbracht hätte, ganz neue Seiten entdeckt und habe gelernt, dass einen Menschen immer überraschen können und man ganz unerwartet neue Freunde finden kann.

Anna, 12. Klasse

„Blaubeuren“

Wo die Blau am Rauschen ist
Und man die Sonne
Zu, ach so vielen Tagesstunden vermisst,
da ist ein Teil von mir.

In Nebelsuppe trägt sich’s weit
Und wir, wir sind geflogen,
hatten stillgestand’ne Zeit
und Träume weit vom Boden

Und wenn in alten Höhlen bald
Ein Reliquium gefunden,
so bleibt der Klang, der in mir hallt,
ganz frei und ungebunden

Ein kleiner Marsch muss es noch sein
Bis Kirchenglocken klingen
Ein Kloster tief im Sonnenschein
Will hier den Tag verbringen

So manche Augen treffe ich
Seit Wochen ungesehen
Ein Wimpernschlag errettet mich,
versuch doch zu verstehen:

Heimat ist kein Platz,
Der einfach so gefunden.
Meine Heimat ist ein Schatz,
tief mit euch verbunden.

Konrad, 12. Klasse

Man kennt hier jeden Schüler, Lehrer und Mitarbeiter persönlich, so entsteht eine starke Gemeinschaft. Am Seminar gefällt mir besonders, dass es sehr vielfältig orientiert ist. Jeder kann hier in Chören, am Theater oder an verschiedenen sportlichen Aktivitäten teilnehmen. Es gibt natürlich die theologisch-humanistische Prägung, doch gleichzeitig werden auch neue Sprachen sehr gefördert. Die Lehrer gehen viel individueller auf uns ein, da sie uns auch außerhalb des Unterrichts kennenlernen und stetig mit uns im Dialog stehen.

Weil man jeden Tag zusammenlebt, kann man sich nicht verstellen und lernt jeden von verschiedenen Seiten kennen. Man lernt hier auf dem Seminar nicht nur seine Mitmenschen viel besser kennen als an anderen Schulen, sondern auch sich selbst.